1. Erstvorstellung

1. Erstvorstellung

Nun steht er an, Ihr erster Termin in unserem Endometriosezentrum. Vielleicht hatten Sie Glück und Ihre Ärztin oder Arzt hat Sie bereits früh darauf hingewiesen, dass Ihre Beschwerden in Zusammenhang mit Endometriose stehen könnten. Vielleicht erging es Ihnen aber auch wie vielen anderen Leidensgenossinnen und es kostete Sie Jahre und viele Arztbesuche bis das Wort Endometriose das erste Mal fiel.

2. Weitere Diagnostik

2. Weitere Diagnostik

Manchmal sind weitere diagnostische Maßnahmen sinnvoll um die Ausbreitung der Endometriose noch genauer einschätzen und das weitere Procedere zuverlässig planen zu können.

3. Therapiesäule: Multimodale Therapie

3. Therapiesäule: Multimodale Therapie

Endometriose wird als chronische Erkrankung verstanden, so dass wir die verschiedenen Optionen multimodale Therapie, hormonelle Therapie und/oder Operation besprechen und ein individuelles der jeweiligen Lebenssituation angepasstes Therapiekonzept gemeinsam erarbeiten.

4. Therapiesäule: Operative Therapie

4. Therapiesäule: Operative Therapie

In unserem Zentrum haben wir bereits mehr als 15.000 Endometriosepatientinnen nach unserer Philosophie und Erfahrung betreut. Es muss wie bereits im Diagnostikteil beschrieben keine Operation zur reinen Diagnostik durchgeführt werden, kann aber natürlich im Einzelfall auch sinnvoll sein und muss individuell besprochen werden. Beispielsweise ist in einigen Ländern die histologische Sicherung einer Endometriose obligat, bevor eine Kinderwunschbehandlung eingeleitet werden kann (Österreich). Oder Ihrerseits besteht der Wunsch nach einer definitiven Klärung. Die Diagnose einer relevanten Endometriose ist durch erfahrene Untersuchung jedoch meistens allein durch die Analyse Ihrer Beschwerden und die klinische Untersuchung zu stellen.

5. Therapiesäule: Medikamentöse Therapie

5. Therapiesäule: Medikamentöse Therapie

Die Behandlung mit Medikamenten zielt in erster Linie darauf ab, starke Schmerzen oder Krämpfe im Zusammenhang mit der Regelblutung zu lindern oder zu beseitigen. Dazu bieten sich Schmerzmittel und hormonelle Wirkstoffe an, die den Eisprung unterdrücken (Hormonelle Downregulation). Bei wiederkehrenden, aber nicht extrem belastenden Unterbauchbeschwerden können Schmerzmittel oder Gestagene in Form von Mono- oder Kombinierten Präparaten eine spürbare Linderung bewirken. Diese Präparate sind oft recht gut verträglich und eignen sich daher meist auch für junge Frauen mit Endometriose. Wenn sie nicht genug Erleichterung bringen, kommen auch stärkere Medikamente infrage.

6. Watch & Wait (Beobachten & Warten)

6. Watch & Wait (Beobachten & Warten)

Nicht immer muss sofort eine hormonelle oder operative Therapie eingeleitet werden, wenn der Verdacht auf Endometriose besteht oder wenn sie bereits histologisch gesichert ist. Ein abwartendes Verhalten macht vor allem dann Sinn, wenn Sie einen aktuellen Kinderwunsch haben, aber noch nicht versucht haben schwanger zu werden. Es stimmt zwar, dass Kinderlosigkeit bei Endometriose ein wichtiges Thema ist. Trotzdem werden knapp die Hälfte der Endometriosepatientinnen spontan schwanger. Da durch eine Schwangerschaft und auch in der sich anschließenden Stillzeit meist keine Periodenblutung auftritt, sind die Beschwerden durch eine Schwangerschaft oft deutlich gelindert. Es macht also durchaus Sinn zu probieren, ob es mit der spontanen Schwangerschaft klappt. Sollte nach einem Jahr trotz regelmäßigem Geschlechtsverkehrs (min. 2 pro Woche) keine Schwangerschaft eingetreten sein, ist eine Vorstellung in einem Kinderwunschzentrum zu empfehlen und auch über eine Endometriose-OP sollten Sie…

7. Wiedervorstellung

7. Wiedervorstellung

Je nach Befund und beschlossener Therapie wird mit Ihnen ein Wiedervorstellungstermin vereinbart. Da Endometriose eine chronische Erkrankung ist, wird Sie sie bis zum Eintreten Ihrer Wechseljahre begleiten. Wie häufig Ihre Ärzte Sie zu Verlaufskontrollen einbestellen werden, ist abhängig von Ihrem Erkrankungsstadium, der gewählten Therapie und Ihren Plänen und Vorstellungen. Oft macht es Sinn sich bereits nach drei Monaten zur Kontrolle vorzustellen, wenn ein neues Therapiekonzept festgelegt wurde. So kann herausgefunden werden, ob Ihnen die neue Therapie hilft oder ob es zum Beispiel Anwendungsprobleme gibt. Auch nach einer erfolgten Operation und begonnener Anschlusstherapie ist eine kurzfristige Wiedervorstellung zu empfehlen. Sollten Sie sich dagegen für den Versuch einer spontanen Schwangerschaft entschieden haben, ist vielleicht auch erst dann eine Wiedervorstellung nötig, wenn diese nicht spontan eintritt.