Behandlungsplan Endometriose

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An unserem Endometriose-Zentrum arbeiten speziell ausgebildete gynäkologische Experten. Hier werden Wissen und Kompetenz zu dieser komplexen Erkrankung gebündelt. Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen ärztlichen Disziplinen ist eng.
 
Im Durchschnitt vergehen in Deutschland sechs Jahre vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnose von Endometriose. Die Gründe für diesen unnötig langen Leidensweg sind meist mangelndes Wissen und fehlende Erfahrung mit dieser Erkrankung. Genau hier setzt die Idee des Endometriosezentrums an: Hier werden Patientinnen von speziell ausgebildeten Experten betreut und behandelt. So werden Wissen und Kompetenz gebündelt und zum Nutzen der Patientinnen eingesetzt. Die Zusammenarbeit zwischen den ärztlichen Disziplinen wird täglich praktiziert.

Endometriose ist eine der häufigsten Unterleibs-Erkrankungen bei Frauen. Die Ursache sind Ansiedlungen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter. Fachleute bezeichnen solche Gewebeinseln auch als „Endometriose-Herde“. Sie können vorkommen, ohne dass eine Frau davon etwas spürt. Bei anderen ist Endometriose aber eine chronische Erkrankung, die starke Schmerzen verursacht und die Fruchtbarkeit mindert. Oft dauert es Jahre, bis eine Endometriose als Ursache der Beschwerden festgestellt wird. Bis zur Diagnose versuchen viele Frauen, irgendwie mit ihren Schmerzen zurechtzukommen. Sie glauben, selbst stärkste Schmerzen seien normal und gehörten zur Regelblutung dazu.
 
Bislang lässt sich Endometriose nicht vollständig heilen – aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Beschwerden zu behandeln. Wenn die Therapie auf die persönlichen Lebensumstände und die Ausprägung der Erkrankung abgestimmt ist, können viele Frauen recht gut mit Endometriose leben.
 
Wie bei anderen chronischen Krankheiten ist es wichtig, den eigenen Körper und seine Reaktionen kennenzulernen, um Wege zu finden, mit den Beschwerden umzugehen. Gute Informationen und die Zusammenarbeit mit erfahrenen, unterstützenden Ärztinnen und Ärzten können dabei helfen.

Symptome

Das Hauptsymptom einer Endometriose sind Unterleibsschmerzen. Sie treten oft zusammen mit der Regelblutung, während oder nach dem Geschlechtsverkehr auf. Die Schmerzen können mal stärker, mal schwächer sein und in den Unterbauch, den Rücken und die Beine ausstrahlen. Sie werden oft als krampfartig erlebt und können von Übelkeit, Erbrechen und Durchfall begleitet sein.
 
Wie sich die Schmerzen äußern, hängt auch davon ab, wo sich Gebärmutterschleimhaut in der Bauchhöhle festgesetzt hat. Endometriose-Herde können zum Beispiel außen auf der Gebärmutter oder in der Wand eines Eileiters wachsen. Häufig sind zudem die Eierstöcke, der „Douglas'sche Raum“ zwischen Gebärmutter und Enddarm sowie das dazugehörige Bindegewebe betroffen. Wenn die Eierstöcke oder Eileiter befallen sind, ist oft die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. 


    
Endometriose
 
Endometriose
 


Manchmal bilden sich Endometriose-Herde auch in Organen wie der Blase oder dem Darm, was zu Problemen beim Wasserlassen und beim Stuhlgang führen kann. Eine schwere Endometriose kann die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit stark einschränken