7. Wiedervorstellung


Je nach Befund und beschlossener Therapie wird mit Ihnen ein Wiedervorstellungstermin vereinbart. Da Endometriose eine chronische Erkrankung ist, wird Sie sie bis zum Eintreten Ihrer Wechseljahre begleiten. Wie häufig Ihre Ärzte Sie zu Verlaufskontrollen einbestellen werden, ist abhängig von Ihrem Erkrankungsstadium, der gewählten Therapie und Ihren Plänen und Vorstellungen. Oft macht es Sinn sich bereits nach drei Monaten zur Kontrolle vorzustellen, wenn ein neues Therapiekonzept festgelegt wurde. So kann herausgefunden werden, ob Ihnen die neue Therapie hilft oder ob es zum Beispiel Anwendungsprobleme gibt. Auch nach einer erfolgten Operation und begonnener Anschlusstherapie ist eine kurzfristige Wiedervorstellung zu empfehlen. Sollten Sie sich dagegen für den Versuch einer spontanen Schwangerschaft entschieden haben, ist vielleicht auch erst dann eine Wiedervorstellung nötig, wenn diese nicht spontan eintritt.
 

Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt also bei jedem Besuch genau, wann sie oder er Sie das nächste Mal sehen möchte und vereinbaren Sie am Besten umgehend einen Termin.

Leben und Alltag
Endometriose ist eine Erkrankung, die viele wichtige Lebensbereiche betreffen kann – vom Selbstgefühl als Frau bis hin zu Partnerschaft, Familien- und Lebensplanung. Um einen Weg zu finden, trotz der Beschwerden eine möglichst gute Lebensqualität zu erhalten, müssen einige Entscheidungen getroffen werden. Dabei helfen gute Informationen – über die Art der Therapie wie über Möglichkeiten, das eigene Leben so zu organisieren, dass die Beschwerden den Alltag möglichst wenig belasten.
 
Wichtig ist eine gute Betreuung und Begleitung durch eine Ärztin oder einen Arzt mit umfassenden Erfahrungen in der Diagnose und Behandlung von Endometriose. Ärztliche Begleiter sollten sich auch mit den körperlichen wie psychischen Belastungen und sozialen Auswirkungen der Erkrankung auskennen. Es kann hilfreich sein, eine zweite Meinung heranzuziehen, wenn schwierige Entscheidungen anstehen, wie zum Beispiel für oder gegen eine Operation.
 
Um mit Endometriose und ihren möglichen Folgen umgehen zu können, ist eine gute Unterstützung durch Familie, Partner oder Freunde wertvoll. Dies setzt voraus, dass auch Angehörige über die Erkrankung informiert sind und Verständnis für die Belastungen aufbringen, die sie mit sich bringt. Für manche Frauen bedeutet auch der Austausch mit anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe eine wichtige Unterstützung. Andere möchten ihre Probleme lieber für sich lösen. Entscheidend ist, dass jede Frau ihren eigenen Weg findet, mit der chronischen Erkrankung umzugehen.